13 Mai 34 – Bau eines Käferweges
12. Mai 2026
Bau eines Käferweges
Ein Käferweg oder -keller ist ein Naturmodul für – Überraschung! – Käfer. Larven, um genau zu sein. Man buddelt mindestens 30 Zentimeter tief in die Erde, versenkt Holz in der Grube und füllt dann zum Beispiel mit Sägespänen auf. Das Holz verrottet im Boden und bietet vielen Käferlarven ein optimales Biotop. Welche genau profitieren, hängt auch von der genutzten Holzart ab. Wenn es Eiche ist, kann man Glück haben und den Hirschkäfer in den Garten locken. Käferlarven leben oft viele Jahre als solche, bevor sie sich zur „Imago” entwickeln, also der erwachsenen Form und dann auch mal zu beobachten sind. Mehr Details gibt es zum Beispiel bei naturaDB.
Ich möchte mit meinem Projekt auch noch das Problem lösen, dass die am meisten begangenen Wege im Garten in regnerischen Wetterphasen schnell vermatschen und glitschig werden. Dort möchte ich die Grasnarbe entfernen (das mache ich immer mit dem „UniErd Wiesenschäler”, funktioniert super) und stattdessen Sägespäne ausstreuen. Jegliche andere Form von Wegebau wäre mit erheblichem Aufwand verbunden, wenig flexibel und/oder würde sich nicht so schön an nackten Füßen anfühlen. Der Anbieter der Sägespäne hatte dann aber noch etwas Anderes auf dem Hof, was mir noch besser gefiel: Ein Mittelding zwischen Holzchips (kein gutes Fußgefühl) und Sägespänen (pappen bei Regen unschön zusammen).
Anbei die Videos vom Fortschritt des Projektes. Ich bitte um Verzeihung für die sehr hemdsärmelige Qualität, aber für mehr ist aktuell einfach keine Zeit.
3. Die Grube ist fast fertig. Tipp für schwere Lehmböden: Wasser drauf, abdecken, am nächsten Tag geht es wieder besser.
4. Die Holzeinlage: Dickere Äste von Strauchhasel und Apfel von der jüngsten Baumpflegeaktion.
5. Das Füllmaterial – ein Mittelding aus groben Holzchips und sehr feiner Sägespäne
6. Fertig! Jetzt wird es spannend: Wie fühlt sich der Weg unter den Füßen an?
