24 – Frostige Zeiten
Webseite von Autorin und Journalistin Kirsten Segler. Biografie, Bücher, Artikelauswahl, Kontakt. Aktuelles Projekt zu aktivem Artenschutz.
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24 – Frostige Zeiten

23. November 2025

Frostige Zeiten

In der vergangenen Nacht sank das Thermometer bis auf -10 Grad und beschenkte uns mit einem klaren, sonnigen Morgen, der die ganze Welt glitzern ließ. Mein Teich trägt eine dicke Eisschicht, ebenso die Vogeltränke, wenn man nicht gegensteuert. Zumindest für die Wasserschale auf der Terrasse war eine DIY-Beheizung schnell gebaut: Ich habe zwei rumliegende Pflastersteine genutzt, um sie höher zu setzen und ein großes Teelicht in einem gegen den Wind schützenden Glas daruntergestellt. Schon bald wurde das Angebot rege genutzt. Man vergisst leicht, dass die Tiere auch im Winter trinken müssen. Manchmal baden die Vögel sogar!

Blatt auf der Eisschicht des Teiches.

Meine beiden Igel sind nachts immer noch unterwegs, wie die Kameras zeigen – das gefällt mir nicht so recht. Bisher mag ja unter dem Laub immer noch Futter zu finden gewesen sein, aber in Frostnächten? Ich hatte ein bisschen Futter ins Häuschen gestellt, aber diese Art des Kümmerns kann auch nach hinten losgehen: Ein  nachlassendes Nahrungsangebot ist nämlich auch ein Signal, sich in den Winterschlaf zu verkrümeln. Der eine ist proper und gerade richtig groß, den habe ich Dicky getauft. Der andere – Mini – ist dagegen eigentlich zu klein und zu leicht, aber ebenfalls schön rundlich und sehr agil. Ich beobachte ihn nun schon seit Wochen und frage mich, ob er wohl allein klarkommt oder besser in menschliche Pflege sollte. Die Entscheidung bisher: Solange ich ihn nicht tagsüber sehe, gehe ich davon aus, dass er okay ist.

Im Herbst gepflanzter Wollziest (Stachys byzantina).

Hagebutten an der Zimtrose (Rosa majalis).

Die Wegwarte (Cichorium intybus) durfte nach der Blüte stehen bleiben.