01 Juni 36 – Patient Weinbergschnecke
1. Juni 2026
Patient Weinbergschnecke
Gestern habe ich nicht gut genug aufgepasst und bin beim Check der Erdbeerbeete auf eine Weinbergschnecke getreten. Zum Glück nicht mit dem ganzen Gewicht, aber sie hat trotzdem eine größere Verletzung ihres Häuschens erlitten. Mistmistmist.
Zum Glück hatte ich kürzlich etwas darüber gelesen, was man in solchen Fällen tun kann, um das Tier wieder aufzupäppeln: Ein kleines Terrarium bauen mit Futter, Rückzugsmöglichkeit, genug Luftfeuchtigkeit und Baustoffe für die Reparatur. Für die Umsetzung nutzte ich eine größere Plastikschale, setzte feuchtes Moos aus dem Garten hinein, legte ein paar Salat- und Gierschblätter dazu und außerdem Eierschalen – sowohl fein zerstoßen als auch größere Stückchen. Eine Wasserstelle braucht es nicht, weil Schnecken vor allem über ihre Haut Feuchtigkeit aufnehmen.
Jetzt heißt es warten. Schneggi hat sich nach einer Weile ins Moos verkrümelt, was wohl typisch ist. Ich muss jetzt vor allem darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit im „Terrarium” hoch bleibt. Damit sie nicht zu schnell entweicht (und Schneggi auch nicht) habe ich eine Pappe mit Luftlöchern als Deckel aufgelegt und mit einem Stein beschwert. Hoffentlich ist sie bald wieder heil und so neugierig unterwegs wie die Schnecke auf dem Beitragsbild.
Update 14. Juni 2026: So wie es aussieht, wird Schneggi bald wieder okay sein. Sie hatte in ihrem „Terrarium“ noch ein Stück ihres Häuschens verloren wie das auf dem Bild. Heute habe ich sie mal hochgenommen und angeschaut: Die verletzte Stelle ist schon wieder bedeckt, auch wenn sie noch deutlich anders aussieht als der Rest des Hauses. Ich habe zwischendurch noch etwas Erde in ihren Lebensbereich gegeben und gestern noch mal die zerstoßenen Schalen von zwei Eiern. Den Giersch hat sie nicht angerührt, Salat und andere welke Blätter schienen ihr besser zu gefallen. Es wäre superschön, wenn ich sie nächste Woche wieder auswildern kann.

