30 Nov. 25 – Wo Tiere überwintern
30. November 2025
Wo Tiere überwintern
Wer Reisighaufen im Garten hat, beherbergt vielleicht auch den einen oder anderen Zitronenfalter – dahin ziehen sie nämlich gerne zum Überwintern zurück. Das schaffen sie mit einer Art „Frostschutzmittel” im Körper, das sie bis -20 Grad vor dem Erfrieren bewahrt. Ich liebe diese hübschen Schmetterlinge und habe deshalb im Frühjahr noch zwei mehr von den Büschen gepflanzt, auf die ihre Raupen so sehr angewiesen sind, dass sie diese sogar im Namen tragen. Zitronenfalter heißen auf schlau Gonepteryx rhamni, die Raupenfutterpflanzen gehörten der Gattung Rhamnus an.
Dazu gehört der Echte Kreuzdorn (Rhamnus cathartica), den ich Ende 2020 gesetzt habe und Rhamnus frangula, den Naturfreunde gerade versuchen, in „Zitronenfalterbaum” umzubenennen: Der ursprüngliche deutsche Name „Faulbaum” ist einfach nix fürs Image. Dabei ist er sehr hübsch, blüht lange (wenn auch unscheinbar) und dient deshalb unzähligen Insekten, darunter vielen weiteren Schmetterlingen sowie Vogelarten Futter. Hier ein Pflanzenportrait von Markus Burkhard, hier von NaturaDB.
Apropos NaturaDB: Der aktuellen Newsletter berichtet noch von weiteren Überwinterungsstrategien unserer Insekten. Einfach mal reinschauen.
